Vortrag „40 Jahre Weyhe“

Von | 28. Februar 2014, 14:08 Uhr | Unkommentiert | Geschichte | Tags:

Ursprünglich war am Sonntag, dem 9. März, im Rahmen der Volkshochschulprogramms ein Dia-Vortrag über die Weyher Gewässer geplant. Aus aktuellem Anlass hat Referent Wilfried Meyer das Thema geändert. Als er den Bildervortrag zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde Weyhe am 1. März im Rathaus zusammenstellte, kam ihm die Idee, dieses Thema in ausführlicher Art auch öffentlich anzubieten. Die örtliche VHS-Leiterin Birgit Struthoff war sofort begeistert und hat die Anregung gerne angenommen.

Wer sich nun bereits für den Gewässervortrag angemeldet hatte, wird nicht enttäuscht sein, denn auch in dieser Version kommen zahlreiche Weyher Gewässer vor. Gleich zu Beginn der Gemeindereform entstand das neue Freibad, noch wenige Tage vor dem Stichtag 1. März 1974 von den Bürgermeistern der Gemeinden Kirch- und Sudweyhe fand nämlich die Grundsteinlegung am Neddernfeld statt. Und in den späteren Jahren kümmerte man sich um den Erhalt des Rieder- und Kirchweyher Sees, das alte Lahauser Gemeindebad und momentan gerade um das Böttcher Moor. Die Hache erhielt ein neues Bett und eine Flutmulde soll zukünftig Überschwemmungen verhindern.

Rege Bautätigkeiten ab den 1990er Jahren sorgten für den Anstieg der Einwohnerzahl von 21000 auf jetzt über 30000 Weyhern. Ein zentraler Rathausneubau, Sportanlagen, Kindergärten und die große Kirchweyher KGS sorgten für die nötige Logistik. Die Dreyer und Kirchweyher Umgehungsstraßen, die Umgestaltung der B 6 und B 51 in Erichshof beseitigten jahrelange Verkehrsstaus. Das Gewerbegebiet in Dreye wuchs ständig weiter und sorgt für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in Weyhe.

Die Eisenbahnschranken verschwanden, dafür entstanden neue Brücken am Moordamm, der Hauptstraße und in Lahausen. Der Kirchweyher Bahnhof und Sudweyher Wieltsee sind mittlerweile Eigentum der Gemeinde und die Baudenkmale Sudweyher Wassermühle, der Bahnhof der Kleinbahn und der Lahauser Spieker ebenfalls.

Besondere Ereignisse wie die Brandserie von 1986, dessen tragischer Höhepunkt der Großbrand des Strohdachhauses der Familie Bodzin in der Bahnhofstraße war, gehören genau so zu den Bildern wie die Gründung der Kultur-, Sport- und Jugendringe.

Erinnerungen werden wach, wenn Ortsbild prägende Gebäude verschwanden wie das Kirchweyher Rathaus, die Arztvilla Willms, der Eitmannsladen am Henry-Wetjen-Platz oder die Leester Wassermühle. Aber auch neue Institutionen entstanden: die Sozialstation „Martha-Schubert-Haus“ oder die Jugendhäuser in Leeste und Kirchweyhe. Alte Wahrzeichen, die Kirchweyher Wassertürme und Bahnschornsteine, verschwanden. „Jahrhundertereignisse“, wie der Guss der neuen Leester Kirchenglocken oder der Neubau der Kuhnorgel in Kirchweyhe werden noch einmal in Erinnerung gerufen.

Rund 250 Bilder aus diesen vier letzten Jahrzehnten sollen noch einmal an besondere Ereignisse der neuen Gemeinde erinnern.

Der Vortrag findet am 9. März um 19:30 Uhr in der Alten Wache in Leeste statt.
Anmeldungen bitte bei der VHS unter Tel. 04242-9764444 oder Email: vhs@vhs-diepholz.de

Bildtext:

Höhepunkt der Brandserie von 1986 war der Großbrand des strohgedeckten Wohnhauses der Familie Bodzin in der Bahnhofstraße. Eines der zahlreichen Ereignisse aus 40 Jahren der Gemeinde Weyhe, die im Bildervortrag am 9. März in der Alten Wache zu sehen sein werden.

Foto: Wilfried Meyer
Text: Wilfried Meyer

 

Über den Autor

Karl-Heinz Heidtmann

Karl-Heinz Heidtmann studierte Kommunikation und arbeitet seither als selbstständiger Berater und Trainer. In seinen drei anderen Blogs schreibt er über den Zeitgeist, über Bücher und seine Arbeit. Sein Motto: Kein Tag ohne Text.

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