Nord 52° 58′ 16” Ost 8° 48′ 3”
Neben dem Schankbetrieb hatte sich in dieser alten Fuhrmannsgaststätte auch ein typischer Landhandel entwickelt, der Kolonialwaren und Brennstoffe umfasste. Viele Bremer Fuhrleute und Ausflügler machten hier Rast, Pferde wurden versorgt und die Kutscher konnten übernachten.
Voller „Service“ wurde übrigens den oft weit gereisten Frachtfahrern geboten. 1824 gestattete man dem damaligen Wirt Gerd Schmidt sogar die Betreibung einer hauseigenen Schmiede. Sie lag auf der anderen Straßenseite und wurde später zu einem Wohnhaus umgebaut. Im Stall des Gasthofes konnten bis zu 60 Pferde untergestellt werden.
Außerdem war hier die Postagentur von Melchiorshausen eingerichtet, die 1970 von der Familie Stührmann als Poststelle „Weyhe 4“ übernommen wurde. Heute existiert sie schon längst nicht mehr.
In der Zeit von 1919 bis 1930 hatte der Friseur Lüllmann in Dammschmidts Gebäude seinen Salon. Später wurde das Haus nur noch zu Wohnzwecken genutzt und nach längerem Leerstand renovierte seit Herbst 2005 ein neuer Eigentümer das geschichtsträchtige und Ortsbild prägende Gebäude an der Bundesstraße 6. Seit einiger Zeit hat der Motorradclub „Spookies“ hier sein Vereinsheim.
Das teilweise restaurierte Haus an der B 6 mit seiner alten Hofeinfriedigung blieb ein Ortsbild prägendes Gebäude.
Bildtexte:
Vergilbte Postkarte mit Dammschmidts Gasthaus in Melchiorshausen aus dem Jahre 1913.
Neues Bild (Foto: W. Meyer)
Heinrich Nienaber (1. Mai 2012)
Der Frisör Lüllmann war bis mindestens bis 1955 im Haus Dammschmidt tätig.